A last word, Mr. President
Ehrlich gesagt, ich glaube schon, dass George W. Bush das beste für sein Land und die gesamte Welt wollte. Die Entscheidungen, die er treffen musste, traf er nicht aus Willkür oder weil er bestimmten Menschen schaden wollte. Er tat das, was er für richtig hielt - und man sollte nie vergessen, dass besonders hinter dem US-Präsidenten eine ganze Armada von Beratern stand und steht. Von Lobbyisten, die in den USA hohes Ansehen genießen, mal abgesehen. Gerade seine engsten Mitarbeiter haben sich in den letzten Monaten im Hinblick auf die bevorstehende Wahl von ihm abgewandt. Und auch seine politischen Gefährten, die mit ihm zusammen saßen, die Entscheidungen getragen haben, werden heute nicht müde, sich von ihm abzugrenzen. Politischer Opportunismus in Reinkultur. Nur George W. Bush steht zu seinem Weg, seinen Entscheidungen. Ich bin fast versucht zu schreiben, dass ich ihn dafür ein stückweit bewundere. Es tut dabei nichts zur Sache, ob er es nun aus Starrköpfigkeit oder Mut tut - oder weil er den Point of no Return überschritten hat. Wenn ich dagegen den Wendehals John McCain sehe, wären 4 weitere Jahre George W. Bush die bessere Alternative.
Die Bilanz George W. Bushs ist, so sind sich die politischen Beobachter einig, verheerend. Der Irak ist ein größeres Desaster als Vietnam, der US-Präsident wird heute als größere Gefahr für den Weltfrieden angesehen als der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad oder auch Kim Jong-il aus Nordkorea. Die Innenbilanz ist ebenso eine Katastrophe und findet gerade weltweit in der Weltwirtschaftskrise ihren Höhepunkt. Guantánamo und Abu Ghuraib gelten heute schon als Synonyme für Folter und Menschenrechtsverletzungen der angeblich westlichen Welt unter der Führung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und doch - kein Präsident vorher musste ein Ereignis wie 9/11 überstehen. Für solch einen Terroranschlag gab es keinen Masterplan in der Schublade - und dass die USA damals reagieren mussten, sollte klar sein. Auch wenn George W. Bush die Entscheidungen letzenendes verantworten muss, so sind diese von mehreren Leuten getroffen worden. Das sind die gleichen Personen, die es heute besser wissen und Barack Obama um den Hals fallen. Fast niemals zuvor war ein US-Präsident einsamer - es ist sein Schicksal. Nicht nur aufgrund der getroffenen Entscheidungen sondern auch unvermeidlicher Ereignisse, die ihm aufgezwungen wurden.
Man tritt auf niemanden, der bereits am Boden liegt. Das gilt auch für George W. Bush. Zudem sollten wir in Deutschland nicht so weit den Mund aufreißen. Das steht uns wirklich nicht zu. Gegen die eigene, auch jüngere Geschichte, kommt George W. Bush im Engelsgewand daher. Er hat immer voller Überzeugung, ganz offensiv für seine Entscheidungen gegenüber der Bevölkerung und der Weltengemeinschaft eingestanden. Wenn man den Lug und Betrug der deutschen Politik dagegen sieht, kann einem nur schlecht werden. Von dem Bürokratiemonster und der Antidemokratie in Brüssel ganz zu Schweigen. Ich persönlich werde George W. Bush anders in Erinnerung behalten - als humorvollen Familienmenschen. Es gibt mittlerweile unzählige Videos über den US-Präsidenten - eines der bekanntesten dürfte der berühmte Stinkefinger sein. Wann immer er aber im kleineren Rahmen eine Rede hält, dann beweist er durchaus einen tollen Humor und große Selbstironie. Ich bin mir sicher: Privat ist der Cowboy ein sehr sympathischer Mann. Besonders beeindruckt hat mich George W. Bush als ganz normaler Familienvater. Seine Tochter Jenna war in der ellen show zu Gast. Sie wurde gefragt, ob sie jederzeit ihren Vater anrufen könne. Jenna antwortete selbstverständlich - und schon wurden die Bushs auf deren Ranch angerufen. Sympathisch, mehr ist dazu nicht zu sagen.
http://www.youtube.com/watch?v=QH5fHOGst-E
In den letzten Jahren ist Schlimmes passiert, haarsträubende Entscheidungen sind getroffen worden, es wurde gelogen, unzählige Menschen mussten auf der ganzen Welt sterben. Man sollte aber niemals vergessen: Hinter George W. Bush stand eine ganze Beraterriege, die mittlerweile größtenteils Fahnenflucht begangen hat. Hinter George W. Bush stand die gesamte Partei der Republikaner. Hinter der US-Politik - insbesondere im Kampf gegen den Terror - stand zum größten Teil die Partei der Demokraten. Hinter George W. Bush und den Repräsentanten im US-Senat stand das gesamte Land der Vereinigten Staaten von Amerika. Hinter den USA stand fast die gesamte westliche Weltengemeinschaft. Alle - wenn auch manche inoffiziell - sind gemeinsam mit George W. Bush und seinen Mannen in den Krieg gezogen. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sich an diesem Krieg beteiligt, wenn auch gegenüber der Bevölkerung der Krieg abgelehnt wurde und somit die Menschen nach Strich und Faden belogen wurden. Es war ein Dienst George W. Bushs an Gerhard Schröder, dass er diese Tatsache nicht zur Diskussion gestellt hat. Unsere derzeitige Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte offiziell mit den USA in den Krieg ziehen. Der vielleicht zukünftige Bundeskanzler Frank-Walter Steinmeier hat mit Murat Kurnaz sein ganz persönliches Guantánamo. Was berechtigt Deutschland, insbesondere die ehemals klatschenden und marschierenden deutschen Medien dazu, über George W. Bush zu richten? Nichts, rein gar nichts.
Chris
fixmbr.de







Dass hinter ihm eine Berater-Riege stand: unbestritten. Außerdem eine Lobbyisten-Riege.
Wer aber nicht hinter ihm stand, war der amerikanische Wähler. G. W. Bush kam durch Mogelei anstelle fairer Wahlen ins Amt. Zwei mal.
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